Schweizer Meisterschaften 2024
Regattabericht Schweizermeisterschaften 2024 auf dem Rotsee
Wie bereits das Jahr zuvor startete der RCO auch dieses Jahr an den
Schweizermeisterschaftsrennen auf dem Rotsee. Gemeldet waren dieses Jahr vier Boote.
Zwischen der nationalen Regatta Sarnen Anfang Juni und der SM Ende Juni herrschten
weiterhin schlechte Wasserverhältnisse in Olten, so dass wir nur ein paar Trainings in
Aarburg und Bern absolvieren konnten. Nichtsdestotrotz waren alle top motiviert an den
Rennen bei guten Witterungsverhältnissen zu starten.
Andras eröffnete die Rennen des RCO am Freitagnachmittag im Skiff der Masters C und
konnte das Rennen mit über einer Bootslänge Vorsprung auch gleich für sich entscheiden.
Am Samstag starteten Andi Baschung und Andras im Doppelzweier der Masters B. Da in
dieser Kategorie mehr als 16 Boote gemeldet waren, musste ein Vorlauf gefahren werden
um sich für den Final zu qualifizieren. Andi und Andras fuhren dabei auf den 3. Rang hinter
dem Boot von Uster und dem Seeclub Zürich. Damit sicherten sie sich einen Platz im
Finallauf und konnten etwas Energie für das Rennen am Nachmittag sparen. In einem
umkämpften Finale konnten sie dann das Boot vom Ruderclub Uster locker hinter sich lassen
und lieferten sich ein packendes Rennen mit dem Boot des Seeclub Zürich. Sie mussten sich
dann aber um 1.5 Sekunden geschlagen geben und klassierten sich auf dem guten 2. Rang,
knapp vor Erlenbach.
Am Sonntag standen die Rennen im Achter Masters A und im Doppelvierer Masters A auf
dem Plan. Am Vormittag starteten Andi, Gabriel, Andras, Christian, Julian, Patrick, Sämi und
ich als erstes im Achter. Gesteuert wurden wir von Timon. Christian, Patrick und Sämi sind
neue Doppelmitglieder vom Rowing Club Bern, Julian ist vom Seeclub Stansstad und auch
schon mit uns Rennen gefahren. Leider war das Meldeergebnis nach Sarnen wieder etwas
mager und es waren nur zwei Boote gemeldet. Nach einem etwas hektischen Start wo wir
das Startsignal verpasst haben, fanden wir gut ins Rennen und holten zum Boot des
Ruderclub Belvoir Zürich auf. Gut 400m vor dem Ziel kündigte Timon den Schlusssprint an. In
diesem Moment passierte es: Das Mikrofon von Timon löste sich aus dem Kopfband. In der
Folge musste Timon einhändig steuern und in der anderen Hand das Mikrofon halten. Das
steuern in der schmalen Bahn ist dadurch zu einer echten Herausforderung geworden und
wir fuhren teilweise aus der Bahn und touchierten die Bojen. In dieser hektischen
Schlussphase war nicht mehr an ein Aufholen zu denken und wir mussten uns dem Boot von
Belvoir geschlagen geben. Schlussendlich ist der Ausgang des Rennens etwas enttäuschend,
wir sind dadurch aber definitiv um eine Erfahrung reicher.
Im letzten Rennen starteten Andi, Gabriel, Andras und ich im Doppelvierer. Wenn wir
gewinnen wollten mussten wir uns wie letztes Jahr gegen ein Boot von Belvoir und dem
Polytechniker Verein durchsetzen. Neu und uns unbekannt war ein Boot vom Seeclub
Küsnacht. Wie gewohnt erwischten wir nicht den schnellsten Start und konnten uns relativ
schnell auf den zweiten Rang hinter Küsnacht positionieren. Nach ca. 500m passierte es: Der
Schlagmann von Küsnacht machte einen Krebs wodurch das Boot fast zum Stillstand kam.
Wir profitierten von dem Missgeschick unserer Gegner und konnten uns an die Spitze setzen
und dann das Rennen kontrolliert zu Ende fahren. Hinter uns fuhr Belvoir ins Ziel und das
Boot von Küsnacht wurde trotzdem noch dritte.
Insgesamt sind wir mit den Ergebnissen der SM sehr zufrieden und freuen uns bereits auf die
Rennen im Nächsten Jahr. Zuvor steht aber noch ein weiteres Highlight bevor: Andi, Gabriel,
Andras, Ögi und ich werden im September nach Brandenburg an die „World Rowing Masters
Regatta“ fahren um uns da mit den Mastersruderern aus aller Welt zu messen. Dabei
werden wir fast alle Bootskategorien rudern (2x, 2-, 4x, 4- und den 8+). Es wird also noch ein
weiterer Regattabericht folgen dieses Jahr ;-)
Bis dahin wünsche ich allen einen schönen Rudersommer, jetzt wo er endlich da ist!