Regattabericht BaselHead
Bereits seit Jahren wollten die RCO-Mastersruderer am BaselHead-Achterrennen teilnehmen. Terminlich hatte es jedoch nie geklappt, beim grössten Achterrennen Europas mit über 100 Booten aus zehn Nationen an den Start zu gehen. Dieses Jahr sollte jedoch alles anders sein: Frühzeitig konnten wir eine Mannschaft aus Ruderern des RCO, des Rowing Club Bern und des Seeclub Luzern zusammenstellen.
Im Vorfeld organisierte unser Doppelmitglied Patrick Kempf drei gemeinsame Trainings und gewann zudem eine erfahrene Steuerfrau vom RCB für das Team. Im letzten Training vor dem Rennen übten wir intensiv die Wende – ein komplexes Manöver, bei dem der Achter im richtigen Moment aus voller Fahrt abgebremst und innert kürzester Zeit um 180° gedreht werden muss, damit anschliessend sofort wieder mit voller Schlagzahl weitergerudert werden kann. Wir fühlten uns für unsere Verhältnisse gut vorbereitet und freuten uns auf das Rennen.
Der Renntag begann bereits etwas hektisch: Auf der Anfahrt fanden wir den Anhängerparkplatz nicht auf Anhieb und mussten den Anhänger durch enge Quartierstrassen manövrieren. Am Ende klappte jedoch alles, und wir konnten unser Boot rechtzeitig aufriggern. Insgesamt 117 Achter standen am Start – entsprechend anspruchsvoll war das Einwasserungsprozedere an der Rampe. Schliesslich schafften wir es doch noch rechtzeitig aufs Wasser und konnten uns nach einem kurzen Einrudern zum Start begeben. Für Lena, unsere Steuerfrau, bedeutete das Steuern zwischen den vielen Booten ohne Zusammenstösse eine echte Herausforderung.
Ein paar Minuten vor drei Uhr überfuhren wir die Startlinie, und die Zeitmessung begann. Wir fanden rasch einen guten Rhythmus und konnten die ersten zwei Kilometer mit einer zackigen Schlagzahl von rund 32 zurücklegen. Die Strecke führte rheinaufwärts mitten durch die Stadt, entsprechend zahlreich waren die Zuschauer am Ufer. Weiter oben, etwa auf Höhe des Tinguely-Museums, wurde das Wasser etwas unruhiger, was das Stabilisieren des Boots erschwerte. Trotzdem erreichten wir den Wendepunkt solide und absolvierten ein effizienteres Wendemanöver um die drei Bojen.
Nun lagen noch etwa 3,2 km flussabwärts vor uns, die dank der Strömung deutlich schneller vergehen sollten. Nach 22 Minuten und 24 Sekunden überquerten wir als Siebte unserer Kategorie die Ziellinie – und waren froh, dass wir vom tschechischen Boot, das hinter uns gestartet war, nicht eingeholt wurden.
Mit dem 7. Rang von insgesamt 17 Mastersbooten sind wir zufrieden, wissen jedoch, dass für zukünftige Austragungen noch Luft nach oben besteht.