, Zeltner Lukas

Regattabericht Schweizermeisterschaften 2026

Podestplatz bei den Schweizer Meisterschaften auf dem «Göttersee» in Luzern

Wie jedes Jahr bildeten Anfang Juli die Schweizer Meisterschaften auf dem «Göttersee» in Luzern den Höhepunkt der Rudersaison. Auch in diesem Jahr war der Ruderclub Olten mit mehreren Booten vertreten.

Den Auftakt für den RCO machte am Freitag Andras im Einer der Masters-Kategorie C (43- bis 49-Jährige). Er zeigte ein starkes Rennen und belegte mit knapp vier Sekunden Rückstand auf den Sieger vom Seeclub Luzern den ausgezeichneten zweiten Rang. Ein kleiner Wermutstropfen blieb dennoch: Das Rennen wurde gemeinsam mit der Masters-Kategorie B (36- bis 42-Jährige) ausgetragen und auch gemeinsam gewertet. Bei einer separaten Wertung hätte Andras die Kategorie C gewonnen.

Da seit diesem Jahr eine neue Regel gilt, wonach jede Athletin und jeder Athlet an maximal drei Rennen teilnehmen darf, verzichteten wir am Samstag auf einen Start im Masters-Doppelzweier. Somit blieb der Samstag für den RCO wettkampffrei.

Der Sonntag begann für uns mit dem Rennen im Masters-Achter der Kategorie B. Gemeinsam mit Ruderinnen und Ruderern des Ruderclubs Aarburg, des Ruderclubs Zürich, des Seeclubs Luzern und des Ruderclubs Blauweiss Basel bildeten wir eine Renngemeinschaft. Die Vorbereitung verlief allerdings alles andere als ideal: Ein gemeinsames Training war nicht möglich, Boot und Tenues mussten kurzfristig organisiert werden und insgesamt war die Vorbereitung von viel Hektik geprägt.

Diese Hektik setzte sich leider auch im Rennen fort. Es gelang uns nie, einen guten Rhythmus zu finden. Deutlich spürbar war, dass wir kein eingespieltes Team, sondern acht Individualisten in einem Boot waren. Entsprechend ernüchternd fiel das Resultat aus: Unter den fünf gestarteten Booten belegten wir den letzten Rang.

Viel Zeit zum Ärgern blieb jedoch nicht. Nach dem Rennen musste der Achter auseinandergebaut werden, ehe wir kurz durchschnaufen konnten, bevor bereits der Vorlauf im Masters-Doppelvierer der Kategorie B anstand. Da sich in unserer Kategorie neun Boote angemeldet hatten, wurden zwei Vorläufe ausgetragen – eine Premiere für uns. Die jeweils ersten drei Boote qualifizierten sich für den Final. Unser Ziel war klar: Mit möglichst geringem Energieaufwand den dritten Rang und damit die Finalqualifikation zu sichern. Dieses Vorhaben gelang hervorragend. Das Boot des Ruderclubs Belvoir hielten wir jederzeit auf Distanz und konnten auf den letzten Metern den Vorsprung verwalten sowie wertvolle Kräfte für den Final sparen.

Rund drei Stunden später stand der Final mit den sechs schnellsten Booten auf dem Programm. Inzwischen war es sehr heiss geworden und zudem hatte Gegenwind eingesetzt. Nach einem konzentrierten Warm-up bezogen wir rechtzeitig unseren Startplatz auf Bahn 6.

Nach dem Startschuss galt es, das Boot möglichst schnell auf Renntempo zu bringen und die Schlagzahl möglichst lange hochzuhalten. Genau auf diese Taktik hatten wir uns in den vergangenen Wochen vorbereitet und bewusst sehr hohe Schlagzahlen von über 40 Schlägen pro Minute trainiert. Der Plan ging auf: Wir erwischten einen guten Start und konnten auf den ersten 200 Metern mit den führenden Booten mithalten. Auch danach gelang es uns, die hohe Schlagzahl beizubehalten und die ersten Konkurrenten hinter uns zu lassen.

Zur Rennhälfte lagen wir auf gleicher Höhe mit dem Boot des Basler Ruder-Clubs. Bereits im Vorlauf hatten wir nur knapp hinter den Baslern gelegen, sodass wir wussten, dass sie in Reichweite waren. Mit einem beherzten Schlussspurt ab etwa 700 Metern konnten wir sie Schlag für Schlag um einige Zentimeter distanzieren und den dritten Rang erfolgreich ins Ziel bringen.

Gegen die Boote des Ruderclubs Zürich und des Ruderclubs Cham war an diesem Tag allerdings nichts auszurichten. Auf das Siegerboot verloren wir knapp sechs Sekunden, auf den Zweitplatzierten aus Cham noch gut viereinhalb Sekunden – ungefähr eine Bootslänge.

Dennoch waren wir mit unserer Leistung sehr zufrieden. Nach der Enttäuschung im Achter gelang uns im Doppelvierer eine deutliche Steigerung. Mit dem dritten Rang sicherten wir uns einen Podestplatz und konnten die Schweizer Meisterschaften mit einem versöhnlichen und erfolgreichen Abschluss beenden.